SoVD Bayern

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Soziale Taten statt Phrasen !

Der Bundestagswahlkampf hat einmal mehr gezeigt, dass die hierzulande tonangebenden Parteien mit Versprechungen nicht geizen.

Doch wie wird es nach dem Wahlgang damit aussehen ?

Diese Frage stellt sich naturgemäss jeder, welcher sich noch sein eignes Denkvermögen erhalten hat.

Die Herausforderungen an den sozialen Bereich sind ja bekanntlich stärker denn je zuvor. Infolgedessen möchte ich hier nochmals die unverrückbare Position des Sozialverbandes Deutschland nach unbedingtem Erhalt unseres bewährten deutschen Sozialstaates hervortreten lassen.

In diesem Zusammenhang kann und darf es mit uns keine faulen Kompromisse geben!

Doch wie die finanziellen Belastungen tragen, welche sozialstaatliches Denken und Handeln notwendigerweise hervorrufen ?

Die Möglichkeiten, hier ebenso akzeptable wie auch gerechte Lösungen herbeizuführen, sind nach wie vor gegeben.

Es sei hier beispielsweise nur an die SoVD- Forderung nach Einbeziehung aller Schaffenden in das gesetzliche Rentensystem erinnert.

Eine weitere wichtige Aufgabe wäre die tatsächliche Zurückdrängung der heutigen Massenarbeitslosigkeit. Sie trägt ja neben der Globalisierung die Hauptverantwortung für die existentielle Krise der hiesigen Sozialstaatlichkeit.

Hier ginge es in erster Linie um ein staatliches Beschäftigungsprogramm gegen Langzeiterwerbslosigkeit. Dessen Bezahlung wäre dabei schon nach recht kurzer Zeit zumindest teilweise allen durch sein Vorhandensein gewährleistet, vorausgesetzt, die in seinem Rahmen >Beschäftigten erhielten eine anständig honorierte, also sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zur Verfügung gestellt. Dadurch wären sie dann wieder in unser Steuer- und Sozialabgabesystem integriert und könnten daher dorthin entsprechende Leistungen abführen.

Darüber hinaus käme durch eine derartige Reduzierung der Beschäftigungslosigkeitssatistik die Binnenfrage wieder in Schwung, von deren Funktionieren unsere Wirtschaft ebenfalls in starkem Maße abhängt. Unbedingt erforderlich bliebe überdies die Einführung der Wertschöpfung, d.h. die Sozialversicherungspflicht maschineller Leistung. Dadurch käme wiederum eine Wiederherstellung der Konkurrenzfähigkeit zwischen Mensch und Maschine zustande. Doch schon ein kurzer Blick in die Programme der wahlwerbenden Parteien macht deutlich, dass derartige Überlegungen dort nicht oder nur am Rande auftauchen.

Mangels eigener Konzepte sieht sich dafür stattdessen der Sozialstaat immer mehr zur Disposition gestellt.

Eine perverse Realität, in deren Rahmen der Mensch häufig nur noch als Kostenfaktor in Erscheinen tritt.

In dieser durch Sozialabbau und ausufernden Kapitalismus geprägten Zeit sieht sich der Landesverband Bayern des Sozialverbandes Deutschland herausgefordert, im Rahmen seiner natürlich sehr bescheidenen Möglichkeiten, z.B. durch sozialrechtliche Beratung und individuelle Hilfestellung, Dienst am Mitmenschen zu leisten.

Es geht uns bei all dem um den Kampf gegen eiskalte Alltagsroutine, der jeder Blick auf den Nächsten abhanden gekommen ist.

Dazu bedarf es natürlich vieler Mitstreiterinnen und -streiter. Es wäre daher schön, wenn auch Sie den Weg in unsere Reihen fänden. "Denn wo Gefahr ist, ist das Rettende auch!" Dieses Dichterwort dokumentiert, dass soziale Gerechtigkeit prinzipiell erreichbar bleibt. Nur muss sie mehr denn je erkämpft werden. Dies bedeutet, wir benötigen mehr persönliches Engagement, welches sich dieser Zielsetzung verschrieben hat.

Unser Landesverband bietet hier nun durchaus beachtliche Betätigungsmöglichkeiten und eine geistige Freiheit, wie sie leider hierzulande nicht mehr selbstverständlich ist.

Gehen wir also den Weg, an dessen Ende mehr Gerechtigkeit und Freiheit in unserem Lande stehen soll, gemeinsam!

 

Dr. Josef Haas
Landesvorsitzender Bayern




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