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48. Begegnungskonzert des SoVD-Bezirkes Mittelfranken

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Der SoVD-Ballon im Foyer zeigte es allen Besuchern: Der SoVD hat Großes vor. Und in der Tat, es war ein großer Abend, der den Gästen geboten wurde.
Der 2. Bezirksvorsitzende Mittelfrankens, Gerd Reinhardt, sprach in seiner Begrüßung aus, was viele Skeptiker, auch in den eigenen Reihen, sorgenvoll auf diesen Tag schauen ließ: mit der Verpflichtung einer Big Band betrat der SoVD musikalisches Neuland. In der langen Reihe der Begegnungskonzerte war bislang nur die Klassik vertreten, überwiegend mit den heiteren und leichteren Stücken aus Oper und Operette und ab und zu wurden auch sakrale und ernstere Werke aufgeführt. Modernere Musik, oder gar die sogenannte Unterhaltungsmusik, wurde bislang in der Reihe der Begegnungskonzerte nicht angeboten.

Aber das Risiko hat sich gelohnt und eine musikalisch ambitionierte Besucherin bedankte sich schriftlich „für einen erfrischend beschwingten Hörgenuss“, lobte auch die Programmgestaltung „als sehr glückliche Wahl“ und kam zu dem Schluss, dass „die allermeisten Konzertbesucher von einer künstlerisch hochwertigen Darbietung hörbar hingerissen waren“. Schade für die, die nicht im Konzert waren.

Aber der Reihe nach. Auf der Suche nach der musikalischen Gestaltung des Konzerts im Jahre 2010 wurde die Idee geboren es mal mit SWING zu versuchen, weil Swing die Musik ist, die ein Großteil unserer Mitglieder an die eigene „Backfischzeit“ erinnert. An die Zeit der ersten Tanzveranstaltungen nach dem 2. Weltkrieg und an eine Zeit in der Deutschland langsam anfing wieder aufzublühen. Und die Lieder und Melodien aus diesen Tagen wie „In The Mood, Moonlight Serenade, Pennsylvania 65000, Tuxedo Junction, u.v.a.m.“ gingen damals um die Welt und werden noch heute oft und gern gehört. Sie wurden zu zeitlosen Oldies und gehören zu den Ohrwürmern die man nicht missen möchte.

Mit der in Nürnberg beheimateten BigBand Langwasser wurde ein herausragender Vertreter dieses Musikgenres gefunden. Diese Big Band in klassischer Big Band-Besetzung in der neben hochklassigen Amateuren auch Profis spielen, wurde vom Dirigenten Christian Steuber, dessen Hauptfach im Studium das Jazzsaxophon war und der mehrfach Musikpreise erringen konnte, engagiert und meisterlich geführt. Die einzelnen Musiker glänzten in ihren Solopartien in denen die Nähe zum Jazz hörbar wurde und erhielten auch, wie in „Jazz-Sessions“ üblich, ihren Applaus noch während des Stücks. Ganz besondere Höhepunkte setzen aber die Sängerin Christina Jung und der Sänger Reginald O. Williams. Ob in den deutsch gesungenen Versionen von „Fly me to the moon“ (Flieg’ mich doch zum Mond) oder Mackie Messer oder in den Liedern in der Originalversion, man sah, und vor allem, man hörte es, hier präsentieren sich absolute Könner. Und ein von Christina Jung gesungener Titel drückte es perfekt aus: „’s wonderful“. Und es war wundervoll.

Neben der Musik und dem Gesang prägt sicher auch der Tanz das Lebensgefühl einer Epoche. Und so brachte der SoVD mit den Lindy Hop Tänzern der Lindy Maniacs Nürnberg einen weiteren optischen Höhepunkt auf die Bühne. Losgelöst von steifen Tanzregeln mit Freude an Bewegung und mit viel Improvisation tanzten die Lindy Hoppers zur Musik der Big Band und brachten einen Hauch von Ballroom in die Meistersingerhalle.

Und wie eingangs schon erwähnt, Diejenigen sind zu bedauern, die nicht dabei waren. Gefragt wurde von Besuchern auch: „Wann macht ihr so was wieder?“. Bestimmt irgendwann – vielleicht.

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